Kosten bei der Haus-Schenkung

Immobilien erfreuen sich bei Verbrauchern großer Beliebtheit und gehören zu den bevorzugten Geldanlagen. Die meisten Menschen sehen hierin allerdings nicht nur eine vielversprechende Kapitalanlage, sondern schaffen sich durch den Erwerb eines Hauses ein neues Heim. Im Eigenheim ist man sein eigener Herr und unabhängig von etwaigen Auflagen eines Mietvertrages oder dem Wohlwollen des Vermieters, schließlich wohnt man im Eigentum. Naturgemäß kann man eine solche Anschaffung nicht bar bezahlen und muss somit eine Immobilienfinanzierung aufnehmen, die man dann über die nächsten Jahrzehnte tilgt. Dennoch empfinden viele Menschen den Haus-Kauf als überaus lohnenswert und erfüllen sich hiermit einen Lebenstraum. Zudem sichert eine Immobilie das eigene Alter ab und bietet eine hohe finanzielle Sicherheit.

Mit fortschreitendem Alter entsteht aber bei vielen Menschen der Wunsch, für den eigenen Erbfall vorzusorgen und gewisse Vorkehrungen zu treffen, so dass bezüglich der Nachlass Regelung zu Lebzeiten keine Fragen offen bleiben. Schenkungen werden hierbei auch durchaus in Erwägung gezogen und erweisen sich immer wieder als probates Mittel, um die Vermögensvorsorge zu Lebzeiten in die Hand zu nehmen. Im Gegensatz zum Erbfall kann eine Schenkung ausschließlich zu Lebzeiten des Schenkers erfolgen, wodurch dieser diese Form der Vermögensübertragung aktiv gestalten kann. Viele Immobilieneigentümer haben den Wunsch, eine Immobilien-Schenkung vorzunehmen und so zu verhindern, dass das Eigenheim Teil des Nachlasses wird. Folglich dient eine Haus-Schenkung oftmals der vorweggenommenen Erbfolge und soll dafür sorgen, dass die Immobilie dem Beschenkten zugutekommt und nicht im Rahmen der späteren Erbauseinandersetzung Streitigkeiten verursacht.

Ablauf einer Haus-Schenkung

Immobilien sind große Vermögenswerte, deren Übertragung im Rahmen einer Schenkung einer besonderen Handhabung bedarf. So ist der Erwerb eines Hauses stets mit einer Beurkundungspflicht verbunden, was selbstverständlich auch auf Schenkungen zutrifft und auf keinen Fall außer Acht gelassen werden darf. Es genügt demnach nicht, wenn sich Schenker und Beschenkter einig sind und die Haus-Schenkung formlos vereinbaren. Jede Haus-Schenkung erfordert eine notarielle Beurkundung und ist ansonsten nicht rechtskräftig.

Grundsätzlich ist zwar bei jeder Schenkung eine vertragliche Vereinbarung in Form eines Schenkungsvertrages vorgesehen, durch den Vollzug der versprochenen Schenkung kann der Formmangel, der durch das Fehlen eines notariell beurkundeten Schenkungsvertrages entsteht, geheilt werden, so dass sich keine juristischen Konsequenzen ergeben. Im Falle einer Haus-Schenkung stellt sich die Situation etwas anders dar. In Anbetracht der Tatsache, dass eine Immobilie nicht einfach durch Übergabe übereignet werden kann und jeder Immobilienerwerb beurkundungspflichtig ist, gilt es im Zuge einer Haus-Schenkung die vorgegebene Form zu wahren. Aus diesem Grund ist es für die Beteiligten Personen zwingend erforderlich, einen Notar aufzusuchen. Dieser nimmt nicht nur die notarielle Beurkundung des Schenkungsvertrages vor und verleiht dem Schenkungsversprechen so einen amtlichen Charakter, sondern leitet außerdem eine Änderung des Grundbucheintrages ein. Erst wenn der Beschenkte im Grundbuch als Eigentümer geführt wird, ist die Haus-Schenkung abgeschlossen und rechtsgültig.

Mit einer Haus-Schenkung verbundene Kosten

Geht es um eine Haus-Schenkung, sollte man in erster Linie auf einen ordnungsgemäßen Ablauf der gesamten Schenkung achten, damit es keinen Zweifel an der Rechtswirksamkeit geben kann. Weiterhin sollte man natürlich auch nicht die mit einer Haus-Schenkung verbundenen Kosten außer Acht lassen und sich bereits im Vorfeld über diese informieren.

Zunächst sind in diesem Zusammenhang die Notarkosten, nämlich die Notargebühren zu nennen. Die notarielle Beurkundung ist demnach ein wesentlicher Kostenfaktor im Rahmen einer Haus-Schenkung. Darüber hinaus fallen auch Gebühren beim Grundbuchamt an, da ein entsprechender Grundbucheintrag unerlässlich ist. Im Vorfeld einer Haus-Schenkung sollten sich der Schenker und der Beschenkte mit den Kosten befassen und unbedingt klären, wer die Kosten der Haus-Schenkung trägt. Auf diese Art und Weise können böse Überraschungen oder Streitigkeiten vermieden werden. Diese Kosten einer Haus-Schenkung ergeben sich aus der jeweiligen Gebühren- Kostenordnung, so dass diesbezüglich genaue Vorgaben existieren, mit denen man sich schon vorab beschäftigen kann.

Schenkungssteuer und Steuerfreiheit

Zusätzlich muss man beachten, dass eine Schenkung mit Schenkungssteuer einhergehen kann, falls der persönliche Freibetrag des Beschenkten überschritten wird. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei Immobilien um größere Vermögenswerte handelt, ist dies oftmals der Fall, so dass der Beschenkte Schenkungssteuer an den Fiskus abführen muss. In einigen Fällen kann im Rahmen einer Haus-Schenkung hiervon allerdings abgesehen werden, da der deutsche Gesetzgeber bei der Schenkung einer Immobilie unter bestimmten Voraussetzungen eine Steuerfreiheit im Rahmen der Steuerbefreiungen der Verwandten vorsieht. Handelt es sich bei dem Beschenkten um den Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner des Schenkers, bleibt der schenkungsweise Erwerb eines Hauses schenkungssteuerfrei, falls es sich hierbei um selbstgenutzten Wohnraum handelt, den der Beschenkte mindestens für die nächsten zehn Jahre zu eigenen Wohnzwecken nutzt. Gemäß § 13 ErbStG fällt im Zuge einer solchen Haus-Schenkung keine Schenkungssteuer an.

Wer bei der Haus-Schenkung ein Wohnrecht oder einen Nießbrauch vereinbart, erhält auch hierdurch einen Steuernachlass, der nach genau vorgesehenen Regeln vom Finanzamt berechnet wird. Auch eine auf dem Haus liegende Hypothek mindert den Wert der Schenkung und somit natürlich auch die Steuerlast.

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