Testament Checkliste

Wer nicht gerade Jura studiert hat oder aus anderen Gründen über umfassendes Fachwissen im Bereich der Rechtswissenschaften verfügt, fühlt sich durch die Errichtung eines Testaments mitunter recht schnell überfordert. In Anbetracht der zahlreichen Punkte, die es im Zuge dessen zu berücksichtigen gilt, ist dies auch keineswegs verwunderlich. So muss man sich im Rahmen der Testamentserstellung mit den gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften des aktuellen Erbrechts auseinandersetzen, die Form wahren und will gleichzeitig natürlich ebenfalls seine persönlichen Wünsche und Vorstellungen einbringen. Dass Laien hierbei oftmals den Überblick verlieren und sich kaum zurechtfinden, kommt leider immer wieder vor. Viele Regelungen wie Bindungswirkungen, Pflichtteil, Erbeinsetzung, Berliner Testament, Vermächtnis usw. sagen dem Laien überhaupt nichts. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sich ausreichend vorzubereiten und sich zudem genügend Zeit für die Errichtung des Testaments zu nehmen, schließlich ist dieses von zentraler Bedeutung.

Checkliste als Unterstützung bei der Testamentserrichtung

Künftige Erblasser, die sich als Laie mit der Errichtung ihres Testaments befassen, sollten hierbei in Erwägung ziehen, sich professionelle Unterstützung zu holen. So bietet es sich beispielsweise an, einen Notar oder Erbrecht Anwalt aufzusuchen, sich von diesem umfassend beraten zu lassen und anschließend mit diesem gemeinsam ein öffentliches Testament zu errichten. Viele Menschen schrecken hiervor aber aus finanziellen oder persönlichen Gründen zurück und nehmen daher von vornherein Abstand von einem öffentlichen Testament.

In Anbetracht der Tatsache, dass man bei der Errichtung eines eigenhändigen Testaments auf sich allein gestellt ist, birgt dies jedoch gewisse Gefahren. Auch wer sich im Vorfeld mit der Thematik auseinandersetzt und mitunter sogar entsprechende Fachliteratur studiert, ist nicht davor gefeit, wesentliche Punkte zu vergessen. Wird die Verfügung von Todes wegen dann verwahrt, zeigen sich diese Fehler beim vererben mitunter erst im Zuge des Erbfalls. Im schlimmsten Fall ist die Verfügung von Todes wegen durch die Fehler des Testators ganz oder teilweise ungültig. Da dieser zum Zeitpunkt der Testamentseröffnung naturgemäß bereits verstorben ist, besteht keine Möglichkeit mehr, dies zu korrigieren. Aus diesem Grund müssen künftige Erblasser die Testamentserrichtung überaus ernst nehmen und Fehler, sowie missverständliche oder undeutliche Angaben unbedingt vermeiden, was im Umkehrschluss heißt ein Testament mit klaren Worten ist wichtig!

Wer für den Ernstfall vorsorgen und ein Testament errichten möchte, muss dies also unbedingt ernst nehmen und sollte zumindest auf eine Testaments-Checkliste als Unterstützung zurückgreifen. Auf diese Art und Weise und mit einer überlegten Nachlassplanung Checkliste kann man sicherstellen, dass man keinen wesentlichen Aspekt vergisst und somit die Gültigkeit des Testaments aus Unwissenheit gefährdet. Eine umfassende Checkliste gehört aus diesem Grund zur grundlegenden Vorbereitung auf das Testament verfassen. Dennoch sollte man sich durch eine solche Testaments-Checkliste nicht in die Irre führen lassen, schließlich handelt es sich hierbei lediglich um eine unterstützende Maßnahme und kein Wundermittel, mit dessen Hilfe man leicht eine rechtswirksame Verfügung von Todes wegen erstellen kann.

Testament-Checkliste richtig zusammenstellen

Bevor man sich jedoch damit befassen kann, sein Testament zu errichten, empfiehlt es sich also, eine entsprechende Checkliste zusammenzustellen und in dieser alle wesentlichen Punkte zusammenzufassen. Als Laie stößt man aber mitunter schon an dieser Stelle an seine Grenzen, denn um alle wesentlichen Aspekte zu kennen, muss man über ein gewisses Fachwissen im Bereich des Erbrechts verfügen. Eine Testaments-Checkliste ist hierbei aber vor allem für Menschen gedacht, die nicht über solche Kenntnisse verfügen und gerade aus diesem Grund die Hilfe einer Checkliste benötigen. Besonders hilfreich erweist sich in diesem Zusammenhang der Blick in entsprechende Ratgeber oder rechtssichere Muster und Vorlagen. Diese beinhalten nicht selten übersichtliche Checklisten für die Testamentserrichtung, die man dann Schritt für Schritt abarbeiten kann. 

So muss man die Testaments-Checkliste keineswegs selbst zusammenstellen, sondern kann sich auf die Vorgaben von Experten verlassen. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, zu überprüfen, ob die betreffende Checkliste wirklich alle wichtigen Punkte beinhaltet. So sollte diese unter anderem die Frage stellen, ob die Voraussetzungen für die Testierfähigkeit gegeben sind. Gleichzeitig sollte eine gute Testaments-Checkliste ebenfalls über die Formvorschriften für Verfügungen von Todes wegen informieren und alle relevanten, vermögensrechtlichen Punkte abfragen. Gegebenenfalls muss man die Checkliste noch ergänzen, bevor man diese zur Testamentserrichtung zur Hand nimmt.

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