Bevollmächtigung

Menschen, die frühzeitig für den Fall der Fälle vorsorgen möchten und dafür sorgen wollen, dass eine ihnen vertraute Person ihre Angelegenheiten regelt, sollten sich mit dem Thema Bevollmächtigung auseinandersetzen und die diesbezüglichen Möglichkeiten erörtern. Natürlich ist es kein schöner Gedanke, eines Tages mitunter nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein und daher seine privaten Angelegenheiten nicht mehr selbständig regeln zu können, aber das Risiko besteht leider immer. Jeden kann jederzeit eine massive Erkrankung ereilen oder ein schwerer Unfall treffen, so dass von einem Moment auf den anderen seiner Entscheidungsfähigkeit beraubt ist. Wenn ein Mensch in einer solch schwierigen Situation zumindest sicher sein kann, dass eine vertraute Person die persönlichen Angelegenheiten in die Hand nimmt und diese dem eigenen Wunsch entsprechend regelt, erweist sich dies als immense Erleichterung, denn bevollmächtigte Betreuer regeln Ihre Angelegenheiten.

Bevollmächtigung für Ausnahmesituationen

Eine Vollmacht ist natürlich nicht nur im Ernstfall von Vorteil, aber besonders in Ausnahmesituationen erweist es sich als überaus sinnvoll, vorgesorgt zu haben. Viele Menschen unterliegen dem Irrtum, dass die engsten Angehörigen gewisse Entscheidungen für Sie treffen dürfen, doch das ist nicht so. Bevollmächtigte müssen eine Vollmacht in jedem Fall, z.B. eine Patientenverfügung Vorsorgevollmacht, auch vorlegen, sonst ist es nicht möglich für einen anderen Menschen zu handeln. Unsere Vollmacht Muster geben Ihnen Beispiele, wie der Text gestaltet werden kann.

Eine schwerwiegende Erkrankung oder auch ein gravierender Unfall können dafür sorgen, dass man von einen Tag auf den anderen aus seinem bisherigen Leben gerissen und mitunter sogar seiner physischen und psychischen Fähigkeit beraubt wird. Im Zuge dessen trägt es maßgeblich zur eigenen Sicherheit und Beruhigung bei, wenn man bereits entsprechend vorgesorgt und eine vertraute Person bestimmt hat, die dann mit der in der Vollmacht definierten Vertretungsmacht ausgestattet wird. Der Vollmachtgeber kann zwar aufgrund der Geschäftsunfähigkeit nicht mehr selbst entscheiden und Rechtsgeschäfte abschließen, hat aber eine Vertrauensperson an seiner Seite, die die fraglichen Angelegenheiten der Vollmacht entsprechend in die Hand nimmt. Im Zuge einer Betreuungsvollmacht wird vorrangig vor einer gerichtlich bestellten Betreuung diese vom Betroffenen selbst gewählte Person die Angelegenheiten des Vollmachtgebers regeln.

Bevollmächtigung und Erbrecht

In Hinsicht auf den eigenen Erbfall kann man zu Lebzeiten nicht nur mit einer Verfügung von Todes wegen aktiv werden, sondern zudem auch gegebenenfalls eine Bevollmächtigung in die Wege leiten. Insbesondere für die Zeit vom eigenen Tod bis zur Erbauseinandersetzung kann eine postmortale Vollmacht sinnvoll sein, denn auf diese Art und Weise kann der Bevollmächtigte auf das Vermögen zugreifen. Eine entsprechende Bankvollmacht ist in diesem Zusammenhang besonders lohnenswert, da der Bevollmächtigte so über das Bankguthaben des Verstorbenen verfügen kann und hiervon anfallende Kosten, wie zum Beispiel für die Beerdigung, begleichen kann. Im Zuge der Erbauseinandersetzung wird das Nachlass-Vermögen zwar ohnehin freigegeben, doch bis dahin vergeht für gewöhnlich einige Zeit.

Um sicherzustellen, dass die postmortale Bevollmächtigung auch im vollen Umfang wirksam wird, sollten künftige Erblasser diese von einem Notar beglaubigen lassen. Da sie selbst bei Wirksamkeit der Vollmacht verstorben sind und die Richtigkeit der Vollmacht somit naturgemäß nicht mehr bestätigen können, ist es sinnvoll, diesen Schritt rechtzeitig zu gehen und zu der postmortalen Bevollmächtigung einen Notar hinzuzuziehen.

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