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Patientenverfügung Vorsorgevollmacht

Im Rahmen einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigt der Vollmachtgeber eine andere Person, bestimmte Aufgaben in ihrem Namen zu erledigen, wobei auch eine umfassende Bevollmächtigung möglich ist, sodass der Bevollmächtigte in allen Belangen zum Vertreter des Vollmachtgebers wird. Mit einer solchen Vorsorgevollmacht kann man für Notsituationen vorsorgen, die eine eigene Entscheidungsfähigkeit unmöglich machen. Dies trifft in der Regel nach einem schweren Unfall oder einer massiven Erkrankung zu. Wenn ein Mensch also beispielsweise infolge eines Verkehrsunfalls ins Koma fällt oder an einer fortschreitenden Demenz leidet, verfügt dieser nach dem deutschen Gesetz nicht mehr über seine Einwilligungsfähigkeit und ist somit von den Entscheidungen anderer Personen abhängig.

Patientenverfügung Vorsorgevollmacht – ein wichtiges Dokument im Notfall

Dies ist für jeden Menschen eine schreckliche Vorstellung, doch es kann jederzeit jeden treffen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, schon frühzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und eine Vorsorgevollmacht zu verfassen. Mit einem solchen Dokument lässt sich zwar eine derartige Notsituation nicht vermeiden, doch falls der Fall der Fälle eintritt, wird man zumindest von der gewünschten Person vertreten. Da dieser Mensch in allen Belangen des Lebens zum Vertreter des Vollmachtgebers wird, sollte es sich bei der bevollmächtigten Person um jemanden handeln, der das volle persönliche Vertrauen genießt.

Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten – der Unterschied

Laien verwechseln eine Vorsorgevollmacht häufig mit einer Patientenverfügung, obwohl sich diese beiden Dokumente maßgeblich voneinander unterscheiden. In einer Patientenverfügung macht der Verfasser konkrete Angaben bezüglich medizinischer Behandlungen und definiert schon im Voraus, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen und welche nicht. Im Gegensatz dazu beinhaltet eine Vorsorgevollmacht keine derartig konkreten Willensäußerungen, denn hiermit überträgt der Vollmachtgeber die Entscheidungskraft an den Bevollmächtigten, sodass dieser zu entscheiden hat, falls der Vollmachtgeber hierzu nicht mehr in der Lage sein sollte.

 

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