Vorsorgemaßnahmen

Mit fortschreitendem Alter rückt für viele Menschen der Tod immer mehr ins Bewusstsein, so dass diesbezügliche Gedanken und Sorgen vollkommen natürlich sind. Ältere Menschen sorgen sich oftmals darum, was nach ihrem Tod geschieht und wollen nach Möglichkeit entsprechend vorsorgen. Dieses Vorhaben erweist sich in der Praxis immer wieder als überaus löblich und sinnvoll, denn mithilfe adäquater Vorsorgemaßnahmen kann man maßgeblich zur eigenen Beruhigung beitragen und außerdem dafür sorgen, dass die Angehörigen im Sterbefall den letzten Willen des Verstorbenen kennen und somit auch angemessen handeln können. Wer keine Vorsorgemaßnahmen ergreift, überlässt sämtliche Entscheidungen seinen Hinterbliebenen, was nicht selten zu Verunsicherungen führt. Um dem vorzubeugen und gleichzeitig sicherzustellen, dass der eigene Wille durchgesetzt wird, sollte man nach Möglichkeit auf eine frühzeitige Vorsorge setzen.

Im Zuge dessen stellt sich regelmäßig die Frage, wie man angemessen vorsorgen kann und welche Vorsorgemaßnahmen man ergreifen sollte. Zunächst einmal gilt es hierbei zu beachten, dass gerade auch Vorsorge für die Generation 50plus auf verschiedenen Ebenen möglich ist. Unter anderem ist die Gesundheitsvorsorge zu nennen, die in erster Linie zur Prävention von Erkrankungen dienen und somit ein langes und gesundes Leben begünstigen soll. Weiterhin sollte man sich aber auch in wirtschaftlicher und juristischer Hinsicht um seine persönliche Vorsorge kümmern und zu Lebzeiten für klare Verhältnisse sorgen, so dass nach dem eigenen Tod keine Fragen offen bleiben und die Hinterbliebenen die Wünsche des Verstorbenen kennen. Zudem empfiehlt es sich den letzten Willen durch ein Einzeltestament rechtskräftig niederzuschreiben, um diesbezüglich keine unnötigen Risiken einzugehen.

Mit einer Vorsorgevollmacht vorsorgen

Angst vor Krankheiten und Gebrechen stellen sich bei den meisten Menschen im Alter ein, denn in jungen Jahren erfreut man sich zumeist bester Gesundheit und strotzt nur so vor Vitalität. Dass auch in dieser Lebensphase Situationen eintreten können, in denen man nicht mehr selbst entscheiden kann und auf Hilfe angewiesen ist, bleibt oftmals unberücksichtigt. Wer sich aber eingehend mit der Vorsorge beschäftigt, sollte dies ebenfalls bedenken. Als adäquate Vorsorgemaßnahme bietet sich hier insbesondere die Vorsorgevollmacht an.

Durch die Errichtung einer Vorsorgevollmacht kann man frühzeitig eine Person bestimmen, die im Notfall bestimmte Dinge erledigt und somit dafür sorgt, dass alles in geregelten Bahnen verläuft. Wenn der Vollmachtgeber nicht in der Lage dazu ist, die Entscheidungen zu treffen, ist demnach der Vollmachtnehmer im Umfang der Vorsorgevollmacht oder einer Patientenverfügung hierzu befugt.

Fürs Alter vorsorgen

Bevor man jedoch daran denkt, seine Angehörigen abzusichern und den Nachlass zu regeln, sollte man Vorsorgemaßnahmen fürs eigene Alter ergreifen. Indem man frühzeitig für das Alter vorsorgt, kann man eine solide Basis für einen angenehmen Lebensabend schaffen. Vor allem in Anbetracht der Problematik der Altersarmut sollte man die Altersvorsorge auch in jungen Jahren nicht außer Acht lassen und sich mit einer entsprechenden Vorsorge beschäftigen, auch wenn das eigene Rentenalter noch in weiter Ferne liegt.

Viele Menschen glauben, sie müssten hinsichtlich der Altersvorsorge nicht aktiv werden, da sie bereits in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Wer seinen Lebensstandard auch als Rentner halten will und im Alter nicht auf den gewohnten Komfort verzichten möchte, sollte aber unbedingt ergänzende Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Insbesondere eine private Rentenversicherung, oder eine Riester Rentenversicherung erweisen sich hier als sinnvoll und verschafft dem Versicherten auch im Alter eine gewisse finanzielle Freiheit. Auf diese Art und Weise hat man dann auch die Mittel zur Verfügung, um die neu gewonnene Freizeit als Rentner in vollen Zügen genießen zu können. Sparpläne und Lebensversicherungen eignen sich ebenfalls zur privaten Altersvorsorge und können dazu beitragen, dass man dem eigenen Alter gelassener entgegensieht.

Nachlassregelung und Bestattungsvorsorge

Verschiedene Vorsorgemaßnahmen befassen sich aber auch mit Angelegenheiten, die nach dem eigenen Ableben von Belang sind. Vor allem im Zusammenhang mit dem Nachlass haben viele Menschen den Wunsch, vorzusorgen und ihren letzten Willen rechtswirksam festzuhalten, um sicherzustellen, dass nach ihrem Ableben alles wie gewünscht verläuft. In diesem Zusammenhang bietet sich die Errichtung eines Testaments (siehe unsere Muster und Vorlagen) oder eines Erbvertrags an. Mit einer solchen Verfügung von Todes wegen haben künftige Erblasser die Möglichkeit, von der gesetzlichen Erbfolge abzuweichen und eine gewillkürte Erbfolge zu definieren. Das Nachlassvermögen aufgrund einer gründlichen Nachlassplanung wird dann dementsprechend aufgeteilt, so dass diesbezüglich üblicherweise keine Fragen offen bleiben.

Abgesehen von der Nachlassregelung, für die mit einer letztwilligen Verfügung eine Lösung gefunden werden kann, bereiten die eigenen Bestattungskosten vielen Menschen Kopfzerbrechen. Individuelle Vorstellungen bezüglich des Ablaufs und der Gestaltung sowie der Wunsch, die Angehörigen zu entlasten, machen eine sogenannte Bestattungs- oder Sterbegeld-Vorsorge zu einer gefragten Vorsorgemaßnahme. Der künftige Erblasser legt im Zuge dessen in einem Schriftstück detailliert fest, wie die Beerdigung aussehen soll, und schließt einen entsprechenden Vertrag mit einem Beerdigungsinstitut ab.

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überhaupt nicht eher weniger geht so gut sehr gut
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