Adoptionsvermittlung im In- und Ausland

Viele Menschen haben einen mehr oder weniger ausgeprägten Kinderwunsch und wollen eine eigene Familie gründen. In der Regel steht am Anfang der Familiengründung eine Partnerschaft, die als Fundament der Familie dient. Gemeinsam mit seinem Partner entscheidet man sich dann für eigenen Nachwuchs und beginnt so mit der Familienplanung. Stellt sich eine Schwangerschaft ein, ist die Freude stets groß und mit der Geburt des ersten Kindes ist die Familie dann komplett. In einigen Fällen erfüllt sich der Kinderwunsch aber nicht auf natürlichem Wege, was jedoch keineswegs zwingend bedeutet, dass das Paar kinderlos bleiben muss. Oftmals erweist sich eine Adoption als ideale Lösung, denn so kommt das Paar zum ersehnten Nachwuchs, während das Kind die Chance erhält, in einer liebevollen Familie aufzuwachsen. 

Zudem leitet sich aus der Adoption ohne genetische Abstammung ein Erbrecht der Adoptivkinder ab. Dieses stellt sich für unmündige jedoch wesentlich umfangreicher dar, als bei einer Erwachsenenadoption. Es macht also im Erbrecht einen Unterschied ob man minderjährig oder volljährig Adoptierte den Erbschein beantragen möchte.

Wer leitet die Adoptionsvermittlung ein?

Potentielle Eltern, die ein fremdes Kind in ihre Familie aufnehmen möchten, wenden sich diesbezüglich an das örtliche Jugendamt und müssen dort üblicherweise ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen. Wer dieses erfolgreich absolviert hat, erhält aber keineswegs automatisch ein Adoptivkind, denn hierzulande gibt es weitaus mehr potentielle Adoptiveltern als zur Adoption freigegebene Kinder. Im Ausland verhält sich dies dahingegen vielerorts vollkommen anders, weshalb eine Auslandsadoption überaus attraktiv erscheint. Viele Kinder haben in ihrem Heimatland keine Chance auf eine erfolgreiche Adoption, so dass der Staat einer Auslandsadoption zustimmt und somit ausländische Adoptiveltern akzeptiert.

Einige Länder stehen auch Adoptionen durch Alleinstehende offen gegenüber, so dass nicht nur verheiratete Paare die Möglichkeit haben, ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren. Die genauen Voraussetzungen und Bedingungen einer Adoption variieren jedoch von Staat zu Staat, weshalb es für potentielle Adoptiveltern recht schwierig sein kann, sich einen Überblick zu verschaffen. Zudem spricht man für gewöhnlich nicht die Landessprache und ist auch nicht mit dem jeweiligen Rechtssystem vertraut. In Anbetracht der hohen Komplexität einer Auslandsadoption ist es ratsam, sich an eine erfahrene Adoptionsvermittlung zu wenden.

Adoptionsvermittlung als Unterstützung bei der Auslandsadoption

Potentielle Adoptiveltern müssen natürlich auch im Rahmen einer Auslandsadoption zunächst belegen können, dass sie als Adoptiveltern geeignet sind. Diese Überprüfung kann das örtliche Jugendamt übernehmen, das dann mitunter auch den Kontakt zu einer geeigneten Adoptionsvermittlung herstellt. Diese Vorgehensweise ist im Allgemeinen sehr sinnvoll, schließlich sind die Behörden auch in die Auslandsadoption involviert und kennen zudem seriöse Vermittlungsstellen, bei denen es sich um gemeinnützige Vereine handelt.

Im Rahmen einer Auslandsadoption haben Bewerber, die es ernst meinen, in der Regel gute Aussichten darauf, dass sich ihr Kinderwunsch bald erfüllt, sofern sie die jeweils geforderten Voraussetzungen für Adoptionen erfüllen und sich an die Regeln des Adoptionsverfahrens halten. Um dies sicherzustellen und die Chance auf eine erfolgreiche Adoption nicht durch einen dummen Fehler zu riskieren, sollte man sich auf die Suche nach einer seriösen und erfahrenen Adoptionsvermittlung begeben. Alternativ kann man sich natürlich auch mit dem Jugendamt des jeweiligen Landes in Verbindung setzen, muss dann allerdings ohne Unterstützung auskommen.

Folglich ist es überaus sinnvoll, die Hilfe einer Adoptionsvermittlung in Anspruch zu nehmen, auch wenn hierdurch beträchtliche Kosten entstehen. Im Gegenzug hat man erfahrene Experten an seiner Seite, die die gesamte Auslandsadoption begleiten und im Vorfeld auch die Vorbereitung dieser organisieren. Hierzu gehören nicht nur die Kontaktaufnahme mit dem Landesjugendamt sowie die Übersetzung von erforderlichen Unterlagen, sondern auch intensive Beratungsgespräche, Seminare, bürokratische Schritte und die praktische Organisation der Auslandsadoption.

Zunächst stellt die Adoptionsvermittlung in der Regel fest, ob und inwiefern die potentiellen Adoptiveltern die Voraussetzungen für eine Auslandsadoption erfüllen. In den einzelnen Ländern bestehen teilweise sehr unterschiedliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Adoption. Wer beispielsweise ein Kind aus Afrika adoptieren möchte, stellt früher oder später fest, dass die einzelnen Länder vollkommen unterschiedliche Anforderungen an potentielle Adoptiveltern stellen. In Äthiopien können beispielsweise auch alleinstehende Frauen ein Kind adoptieren. Die Adoption eines Kindes aus Kenia kommt dahingegen nur für verheiratete Paare oder alleinstehende Frauen, die bereits Kinder haben, in Frage. Burkina Faso schließt Alleinstehende vollständig von einer Adoption aus und akzeptiert nur Paare, die mindestens fünf Jahre verheiratet sind, als Adoptiveltern. Zudem ist in der Regel ein Mindestalter vorgeschrieben, dass die Adoptiveltern aufweisen müssen, wobei auch diese Bedingung von Land zu Land variiert.

Ein Baby aus dem Ausland adoptieren

Der Wunsch nach einem möglichst jungen Kind ist bei den meisten Adoptiveltern recht groß. Durch die Adoption eines Säuglings kann man als Familie zusammenwachsen und eine enge Bindung zueinander aufbauen. Ein älteres Kind, das in seinem jungen Leben bereits einiges durchgemacht hat, ist nicht selten traumatisiert und braucht zudem länger, sich in die neue Familie zu integrieren. Paare sollten aber dennoch auch die Adoption eines älteren Kindes in Erwägung ziehen, da auch diese Kinder sicher ein Anrecht auf ein intaktes Familienleben und eine positive Zukunftsperspektive haben. Die Adoption eines Babys hat in Deutschland nur geringe Erfolgsaussichten, da weitaus weniger Säuglinge zur Adoption freigegeben werden als potentielle Adoptiveltern vorhanden sind.

Im Ausland stehen die Chancen weitaus besser, so dass viele potentielle Eltern, die sich ein Baby wünschen, eine Auslandsadoption anstreben. Zu beachten gibt es hierbei aber natürlich auch einige Punkte. So werden üblicherweise nur Kinder zu einer Auslandsadoption freigegeben, für die im Inland keine oder nur schlechte Aussichten auf eine Adoption bestehen. Dies hat zur Folge, dass Säuglinge zunächst ein gewisses Verfahren durchlaufen, bevor sie für eine Auslandsadoption in Frage kommen. Aus diesem Grund ist die Adoption eines Neugeborenen aus dem Ausland nahezu ausgeschlossen. In der Regel sind die Babys mindestens ein halbes Jahr alt. Weiterhin darf man bei der Adoption eines Babys aus dem Ausland auch die deutsche Gesetzgebung nicht außer Acht lassen. So schreibt der deutsche Gesetzgeber vor, dass der Altersunterschied zwischen den Adoptiveltern und dem Adoptivkind 40 Jahre nicht überschreiten sollte, obgleich juristisch kein Höchstalter verankert ist.

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