Beratungsstellen für die Generation 55

Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche, Frauen und Familien sind in den meisten Kommunen eine absolute Selbstverständlichkeit. Wer einer der betreffenden Personengruppen angehört und sich in einer mehr oder weniger schwierigen Lage befindet, findet hier kompetente Ansprechpartner, die einem in dieser Lebensphase mit Rat und Tat zur Seite stehen. In vielen Fällen wird allerdings nicht bedacht, dass sich auch für die Generation 55+ im Alltag oftmals Probleme ergeben und somit eine adäquate Beratung und entsprechende Hilfestellungen gebraucht werden. Insbesondere in Anbetracht des demographischen Wandels, der die Bevölkerung immer mehr altern lässt, zeigt sich die Bedeutung solcher Beratungsstellen.

Beratungsbedarf bei der Generation 55+

Wer der sogenannten Generation 55+ angehört, beginnt eine neue Lebensphase und muss sich teilweise vollkommen neuen Herausforderungen stellen. So endet die Berufstätigkeit, während für Senioren oder best ager der wohlverdiente Ruhestand beginnt. Im Zuge dessen sind einige bürokratische Angelegenheiten zu erledigen, wie zum Beispiel die Beantragung der Rente. Zudem muss man mit fortschreitendem Alter auch oftmals mit gewissen Einschränkungen zurechtkommen, die sich nicht nur auf die Finanzen beziehen, sondern häufig eher gesundheitlicher Natur sind. Nicht selten macht sich das Alter durch eine eingeschränkte Mobilität oder andere Beschwerden bemerkbar, die mitunter zu einer Pflegebedürftigkeit im Alter führen.

Spätestens dann, wenn es zu einer Pflegebedürftigkeit kommt, stellt sich für ältere Menschen und deren Angehörige die Frage, wie es nun weitergeht. Wer seinen Alltag nicht mehr selbständig bewältigen kann, ist auf Hilfe angewiesen und sollte sich nach Möglichkeiten der Pflege erkundigen. In entsprechenden Beratungsstellen der Stadt, wie sie beispielsweise in Berlin vorhanden sind, trifft man auf erfahrene Experten auf diesem Gebiet, die mit den örtlichen Pflegeangeboten, sowie dem Wohnen im Alter vertraut sind und diesbezüglich umfassend informieren. 

Angehörige und betroffene Pflegebedürftige sind bei solchen Beratungsstellen also an der richtigen Adresse und können sich hier unabhängig über die Angebote im Bereich der ambulanten und stationären Pflege informieren. Zudem erhält man hier Auskunft darüber, welche Pflegeform im eigenen Fall angebracht wäre. Ambulante Pflegedienste, Pflege- und Altenheime sowie andere Wohnprojekte für die Generation 55+ sind den Mitarbeitern von Seniorenberatungsstellen bestens bekannt, so dass sie leicht einen Kontakt herstellen können. Vor allem, weil es im Falle einer plötzlich akuten Pflegebedürftigkeit oftmals schnell gehen muss, lohnt es sich, Kontakt mit der örtlichen Beratungsstelle für die Generation 55+ aufzunehmen.

Im Alter aktiv leben trotz Einschränkungen

Kommt es nach einem Unfall oder aufgrund einer Erkrankung plötzlich zu einer Pflegebedürftigkeit, besteht keine Möglichkeit, in die hiermit verbundenen Aufgaben hineinzuwachsen. Hauptsächlich die Angehörigen des Pflegebedürftigen fühlen sich häufig vollkommen überfordert und wissen überhaupt nicht, was zu tun ist und an wen sie sich wenden können. In einem solchen Fall ist es ratsam, eine Seniorenberatung aufzusuchen. Diese beraten nicht nur in Sachen professionelle Pflege, sondern stehen auch pflegenden Angehörigen zur Seite. Ob es um praktische Hilfen im Alltag und deren Beantragung bei der Krankenkasse, das Pflegegeld oder andere Aspekte geht, erweisen sich Beratungsstellen als enorme Hilfe und sollten daher auch genutzt werden.

Der Beratungsbedarf der Generation 50+ bezieht sich aber natürlich nicht nur auf eine etwaige Pflegebedürftigkeit und Erkrankungen. Auch was die allgemeine Gestaltung dieses Lebensabschnitts angeht, bestehen oftmals Unsicherheiten. Vor allem wenn die Berufstätigkeit dann irgendwann einmal endet, gilt es rechtzeitig den Alltag neu zu strukturieren. Passende Freizeitangebote müssen gefunden werden, um ein weiterhin aktives Leben führen zu können. Hierzu gehören zahlreiche Senioren Wohngemeinschaften, die helfen gegen die Einsamkeit oder Mehrgenerationenhäuser usw. und ein breit gefächertes Hilfsangebot. Auch die neuen Wohnformen zum Wohnen mit Mehrwert, tragen zu einem guten Lebensgefühl im Alter bei.

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