
Alltagsbegleiterin und Alltagsbegleiter
Der Beruf Alltagsbegleiter ist relativ neu wurde im Rahmen der Pflegereform 2008 eingeführt. Er soll dem zunehmendem Personalmangel in der Altenpflege entgegenwirken und die Betreuungssituation von Pflegebedürftigen verbessern. Ein Alltagsbegleiter, auch Betreuungsassistent genannt, betreut Personen mit geistigen Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder demenzartigen Störungen.
In der Betreuungskräfte-Richtlinie spricht man auch von der Präsenzkraft oder der zusätzlichen Betreuungskraft. Ihre Aufgaben sind nicht mit denen des Pflegepersonals gleichzusetzen, denn eine Alltagsbegleiterin soll sich vorrangig um die psychische Seite der Pflege bemühen. In einer vier- bis sechsmonatigen Ausbildung wird dem Alltagsbegleiter theoretisches Wissen vermittelt, aber auch der praxisnahe Teil der Ausbildung ist ein Schwerpunkt. Private und kirchliche Einrichtungen führen die Ausbildungen oft in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit durch. Die unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen beschäftigen Betreuungsassistenten. Diese arbeiten sowohl in Pflegeheimen wie auch in privaten Haushalten, im Rahmen: dauernder Pflegedienste und Kurzzeitpflege, in denen Pflegebedürftige leben.
Die Aufgaben von Alltagsbegleitern
Ein Alltagsbegleiter übernimmt Tätigkeiten, die die psychische Stimmung und das Wohlbefinden des betreuten Menschen positiv beeinflussen sollen. Das heißt, dass der Alltagsbegleiter weniger für die Gesundheitspflege des Bedürftigen zuständig ist, sondern eher für dessen seelische Unterstützung, denn Altenpflege ist Betreuung und Pflege gleichzeitig. Eine ganz klare Abgrenzung zwischen pflegender und betreuender Tätigkeit gibt es zwar nicht, doch der Schwerpunkt der Tätigkeiten von Alltagsbegleitern liegt eindeutig in der Betreuung. Die Alltagsbegleiter und -begleiterinnen basteln zusammen mit den Pflegebedürftigen, gehen mit ihren spazieren oder erledigen mit ihnen leichte Gartenarbeiten. Auch die Pflege der Haustiere ist ein Teil des Aufgabenbereichs von Betreuungsassistenten und in einigen Fällen kann das Anreichen von Essen oder die Unterstützung beim Toilettengang dazu gehören. Lebt der Pflegebedürftige in seiner eigenen Wohnung, so können auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten vom Alltagsbegleiter übernommen werden. Auf diese Art und Weise wird eine Pflege zu Hause leichter möglich.
Die Alltagsbegleiterin ist feste Bezugsperson
Im Gegensatz zum Pflegepersonal, das oft in Schichten arbeitet, sind Alltagsbegleiter meist tagsüber tätig. Damit sind sie tägliche Ansprechpartner für die Sorgen und Probleme der Pflegebedürftigen und es entsteht eine engere, persönliche Bindung zwischen beiden. Die Alltagsbegleiterin in einem Pflegeheim hat mehr Zeit für den einzelnen und kann diese für Gespräche, gemeinsame Bastelarbeiten oder kleine Unternehmungen nutzen. Die psychische Seite der Pflege von alten oder kranken Menschen ist die Hauptaufgabe der Alltagsbegleiter und sie sind oft die einzige Bezugsperson, die Pflegebedürftige täglich um sich haben. Wenn der Pflegebedürftige in seiner eigenen Wohnung lebt, kann ein Betreuungsassistent dabei helfen, das gesellschaftliche Leben für den Pflegebedürftigen besser erreichbar zu machen. Gemeinsame Besuche von Konzerten oder Gottesdiensten gehören hier zu den Aufgaben eines Alltagsbegleiters und auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten sind als festes Aufgabengebiet aufgeführt. Ein Alltagsbegleiter ist also einerseits einer Erleichterung für das Fachpersonal der Pflege, aber auch ein großer Gewinn für die Pflegebedürftigen, die durch ihre Hilfe intensiver am sozialen Leben teilhaben können.
Eine weitere Option wäre: Betreutes Wohnen die Alternative zum Pflegeheim
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