Hilfe für Senioren in Notsituationen

Mit zunehmendem Alter steigt bei vielen Senioren auch die Unsicherheit, da sie sich darüber im Klaren sind, dass ihre physischen Fähigkeiten immer weiter nachlassen und somit teilweise recht große Einschränkungen hinsichtlich der eigenen Mobilität und Flexibilität entstehen. So sind ältere Menschen nicht mehr so fit wie früher und müssen wohl oder übel mit den Erscheinungen des Alters leben. Die körperliche Schwäche birgt jedoch ein besonders großes Gefahrenpotential, sodass Senioren schneller in Notsituationen geraten. Stürzt ein älterer Mensch, ist dieser beispielsweise oftmals nicht dazu in der Lage, wieder aufzustehen, selbst wenn es zu keinen ernsthaften Verletzungen gekommen ist.

Im Allgemeinen ist natürlich niemand davor gefeit, in eine Notsituation zu geraten und im Zuge dessen Hilfe von außen zu benötigen, doch Senioren sind diesbezüglich anfälliger. Wer in einer stationären Pflegeeinrichtung lebt, genießt aber ein Maximum an Sicherheit und findet in dem Heimpersonal (Altenpflegerin und Altenpfleger) stets kompetente Ansprechpartner, die in Notsituationen erste Hilfe leisten und immer für die Bewohner da sind. Viele Senioren wollen aber möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und weigern sich mitunter grundsätzlich gegen einen Umzug ins Altenheim. Diesen Wunsch muss man selbstverständlich respektieren, wobei die Sicherheit natürlich trotzdem nicht außer Acht gelassen werden darf.

Erste Hilfe für Senioren

Wenn Senioren in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und Zuhause gepflegt werden, sofern dies erforderlich ist, sind in der Regel die nächsten Angehörigen und/oder Bekannte in der Verantwortung. Gerät der ältere Mensch in eine Notlage, ist demnach die betreuende Person in der Pflicht, unterstützend einzugreifen und gegebenenfalls für professionelle Hilfe zu sorgen.

Die erste Hilfe ist hierbei von großer Bedeutung, denn nur wenn schnell eingegriffen wird, kann dem Betroffenen optimal geholfen und Schlimmeres vermieden werden. Findet man also einen älteren Menschen bewusstlos oder verletzt auf, muss man erste Hilfe leisten bis der Notarzt vor Ort ist. Pflegende Personen sollten sich aus diesem Grund intensiv mit der ersten Hilfe für Senioren auseinandersetzen und einen entsprechenden Kursus besuchen. Im Rahmen eines herkömmlichen Erste-Hilfe-Kurses werden zwar grundlegende Kenntnisse vermittelt, Senioren haben aber ganz spezielle Bedürfnisse und erfordern daher auch besondere Maßnahmen.

Ersthelfer müssen nicht nur Wunden versorgen können und die stabile Seitenlage beherrschen, sondern in der Lage sein, einen Zuckerschock, die Symptome eines Schlaganfalls, sowie die Anzeichen eines Herzinfarkts zu erkennen. Folglich werden Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Kurses für Senioren auch mit den gängigsten Krankheitsbildern älterer Menschen vertraut gemacht. Neben Menschen, die viel Kontakt zu älteren Menschen haben, sollten auch Senioren an einem solchen Lehrgang teilnehmen, um sich im Notfall selbst helfen zu können und erste Symptome schnell zu erkennen.

Notruf für Senioren

Unabhängig davon, ob eine Pflege-Bedürftigkeit besteht oder nicht, wollen Senioren selbstverständlich möglichst eigenständig leben und sich auch in Notsituationen selbst zu helfen wissen, schließlich ist nicht immer eine andere Person greifbar, die dann Soforthilfe leisten kann. Spezielle Notruf-Handys haben sich diesbezüglich bei Senioren bewährt und ermöglichen diesen ein Höchstmaß an Mobilität. Kommt es unterwegs zu einer Notsituation, können ältere Menschen so jederzeit den Notdienst verständigen.

Für Zuhause hat sich der sogenannte Hausnotruf bewährt. Hierbei trifft man eine Vereinbarung mit einem Wohlfahrtsverband, der per Knopfdruck alarmiert werden kann und in Notsituationen somit umgehend zur Stelle ist. Der Verband erhält zu diesem Zweck einen Schlüssel der Wohnung. Senioren werden dahingegen mit einem Notruf-Knopf ausgestattet, den sie jederzeit mit sich führen sollten. Im Falle eines Falles genügt dann ein einfacher Knopfdruck um professionelle Hilfe herbei zu holen.

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