Definition Demenz Stadien in Stufen

Der Begriff Demenz ist den meisten Menschen geläufig, aber nur die Wenigsten haben sich aktiv mit dieser Erkrankung auseinandergesetzt und kennen die Anzeichen und Symptome, sowie Stadien einer Demenz-Erkrankung. Das Wort Demenz setzt sich aus den lateinischen Ausdrücken de (abnehmend) und Mens (Geist, Verstand) zusammen und kann demnach im Deutschen mit abnehmender Verstand übersetzt werden. Anhand dessen wird bereits deutlich, dass eine Demenz den fortschreitenden Verlust mentaler Fähigkeiten bedeutet. Im Zuge der Erkrankung verlieren die Betroffenen immer mehr ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Kompetenzen, was den Umgang mit dementen Menschen äußerst schwierig gestaltet. Viele Angehörige fragen sich auch ob ein Gedächtnistraining zur Hilfe bei dieser Erkrankung sinnvoll sein könnte, diese Frage kann nur der behandelnde Arzt wirklich kompetent beantworten.

Angehörige müssen aus diesem Grund äußerst geduldig und verständnisvoll sein, um den Betroffenen bestmöglich unterstützen zu können. In der Anfangsphase der Erkrankung ist dem Patienten vollkommen bewusst, was mit ihm geschieht. Angst und Verzweiflung sind dann keine Seltenheit, schließlich weiß der Betroffene, dass er im Zuge der Demenz mehr und mehr seine Persönlichkeit verliert. In dieser Phase muss man dementen Menschen in erster Linie Mut zusprechen und in dieser schweren Zeit zur Seite stehen. Ist die Demenz bereits fortgeschritten, müssen Angehörige die Persönlichkeitsveränderungen hinnehmen und auf die speziellen Bedürfnisse des Betroffenen eingehen. Selbst wenn sich der Demenz-Kranke zunehmend verändert, braucht er die Unterstützung und Liebe seiner Familie. Bei Demenz ist Pflege eben manchmal psychisch noch viel anstrengender, als bei vielen anderen Krankheiten.

Stufen der Demenz

Eine Demenz verläuft in der Regel immer nach dem gleichen Schema und beginnt stets mit unscheinbaren Symptomen, die zunächst dem Alter zugeschrieben werden. So wird einer zunehmenden Vergesslichkeit im Alter erst einmal keine weitere Beachtung geschenkt, da es sich hierbei um eine normale Erscheinung des Alterns handelt. Aus diesem Grund ist es extrem schwer, eine Demenz-Erkrankung sowie auch Alzheimer und senile Altersdemenz frühzeitig zu erkennen.

Die Global Deterioration Scale nach Reisberg gibt ein Stufen-Modell vor, das den Verlauf einer Demenz-Erkrankung veranschaulicht. In der ersten Phase einer beginnenden Demenz zeigt der Betroffene demnach keinerlei Symptome und erscheint daher vollkommen gesund. Erste Anzeichen, wie zum Beispiel Vergesslichkeit, treten in Stadium 2 auf. In der Regel denkt man hierbei aber noch nicht an eine Demenz, schließlich ist eine gewisse Altersvergesslichkeit normal und in keinster Weise besorgniserregend.

Das GDS-Stadium 3 kann bereits als leichte Demenz bezeichnet werden und geht mit verschiedenen Symptomen einher. Ein verschlechterter Orientierungssinn, Wortfindungsstörungen und eine verstärkte Vergesslichkeit sind in dieser Phase die Leitsymptome einer Demenz. Außerdem haben Betroffene in Stufe 3 zunehmend Probleme, komplexe Aufgaben zu lösen.

Wenn dem Betroffenen das Rechnen immer schwerer fällt, die Haushaltsführung eine Überforderung darstellt und auch ansonsten massive Defizite auftreten, liegt eine leichte bis mittelschwere Demenz (GDS-Stadium 4) vor.

Stufe 5 wird als mittelschwere Demenz definiert und liegt vor, wenn selbst einfache Tätigkeiten des Alltags, wie zum Beispiel die Mahlzeiten oder die Auswahl der Kleidung, nicht mehr selbständig erledigt werden können.

In Stufe 6 der Demenz arbeitet das Kurzzeitgedächtnis praktisch überhaupt nicht mehr, sodass der Patient keine Vorhaben mehr durchführen kann, weil er diese vor der Umsetzung bereits wieder vergessen hat. Darüber hinaus vergisst der Demenz-Kranke seine gesamte Biografie und weist zusätzlich vermehrt massive Persönlichkeitsveränderungen auf.

Das Spätstadium bildet in der GDS-Skala Stufe 7 und beschreibt eine schwere Demenz, in deren Rahmen Betroffene in jeglicher Hinsicht Hilfe benötigen. Der Erkrankte hat seine Sprache verloren, leidet unter Gelenkversteifungen und Schluckstörungen und kann noch nicht einmal mehr den Kopf selbständig halten.

Tipps: Filmbericht zur Demenz im ZDF „Reise ins Vergessen“ & unser Artikel rund um die Pflege.

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