
MDK Pflege TÜV fordert mehr Transparenz
In der professionellen Pflege sollte der Qualitätssicherung stets ausreichend Beachtung geschenkt werden, schließlich hängt das Wohl der Patienten maßgeblich von der Pflege ab, unabhängig davon, ob diese durch ambulante Pflegedienste im Alter in Folge von Alterserscheinungen und Gebrechlichkeit teilstationär oder stationär geleistet wird. In vielen Fällen sind die Pflegebedürftigen dem Pflegepersonal, der Altenpflegerin oder dem Altenpfleger mehr oder weniger hilflos ausgeliefert, da sie alleine nicht zurechtkommen und teilweise selbst bei den einfachsten Verrichtungen des alltäglichen Lebens Unterstützung benötigen.
In Anbetracht dieser abhängigen Lage, in der sich pflegebedürftige Menschen befinden, ist es von immenser Wichtigkeit, dass im Rahmen der Pflege nicht nur die Grundversorgung sichergestellt wird, sondern auch durch gute Pflege und Betreuung die Privatsphäre und die Gefühle des Patienten geachtet werden. Folglich müssen Pflegerinnen und Pfleger nicht nur ihr Fach beherrschen, sondern zudem ebenfalls über eine emotionale Kompetenz verfügen, um adäquat auf die Patienten und ihre Patientenrechte eingehen zu können.
Kontrolle in der Pflege
Im Rahmen einer patientenorientierten Pflege sollten demnach die Wünsche und Bedürfnisse des pflegebedürftigen Patienten im Vordergrund stehen und oberste Priorität haben. Dies mit dem stressigen Alltag in der Altenpflege zu vereinbaren, in der ein immenser Druck herrscht, erweist sich für die Pflegekräfte häufig als gar nicht so leicht. Mithilfe einer internen Qualitätssicherung befassen sich die diversen Pflegeeinrichtungen mit diesem Thema und wollen auf diese Art und Weise dafür Sorge tragen, dass in ihrem Hause eine optimale Versorgung und Betreuung der Patienten durch ein permanentes Qualitätsmanagement stattfindet. Auch Kontrolleure bewerten das Altenpflegeheim und erstellen eine Benotung beim Pflegeheim. Wenn man diese Kontrollberichte näher ansieht bemerkt man, dass es Bestnoten für Pflegeheime gibt trotz Pflegekräfte - Mangels.
Für Außenstehende erweist es sich jedoch als überaus schwer, die Qualität der Pflege einer Einrichtung zu beurteilen. Die Heimbewohner oder Patienten und deren Angehörige müssen sich jedoch auf die Pflegequalität verlassen können, schließlich hängt ihr körperliches und seelisches Wohlergehen maßgeblich hiervon ab. Dass die Auswahl einer geeigneten Einrichtung aufgrund der mehr oder weniger geringen Transparenz überaus schwierig ist, ist folglich in keinster Weise verwunderlich. Hierzu sieht der Gesetzgeber in Zukunft Transparenzberichte vor.
MDK als Kontrollinstanz der Pflegequalität
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen gehört neben den pflegebedürftigen Patienten zu den wesentlichen Interessenten einer adäquaten Pflegequalität. Einerseits stellt der MDK somit einen wichtigen Verhandlungspartner für Einrichtungen der professionellen Pflege dar und andererseits bildet er eine zentrale Kontrollinstanz, die stark an einer zufriedenstellenden Pflegequalität interessiert ist. So treten die Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes oftmals als Kontrolleure auf und stellen die Qualität sicher.
Gleichzeitig fordert der MDK aber auch eine höhere Transparenz in der Pflege und fungiert demnach nicht nur als Pflege-TÜV sondern leitet konkret Altenhilfe in einer älter werdenden Gesellschaft. Prüfungen der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen durch den Medizinischen Dienst finden nun jährlich statt, wobei die Ergebnisse in Form von Noten veröffentlicht werden. Hierdurch hat der MDK ein Höchstmaß an Transparenz erreicht, das er zuvor vehement eingefordert hatte.
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