Dienstag, 22. Mai 2012
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Erbauseinandersetzung - Vertrag für Erbengemeinschaften

Die Erbauseinandersetzung kann von jedem Miterben zu jeder Zeit verlangt werden. Auf dieses Verlangen hin, wird eine Erbschaft auseinander gesetzt. Das bedeutet im Klartext, die Erbschaft wird aufgeteilt. Ein Erbauseinandersetzungsvertrag ist auf jeden Fall sinnvoll, denn er verkürzt die Auseinandersetzung und schafft klare Fakten für alle Beteiligten.



Erbauseinandersetzung - Vertrag für Erbengemeinschaften

Das nachfolgend aufgeführte Muster können Sie entsprechend Ihres Erbfalles verändern und anschließend kopieren und ausdrucken. Vergessen Sie auf keinen Fall ein Datum sowie die Unterschrift hinzu zu fügen.

 

Erbauseinandersetzungsvertrag

 

über den Nachlass des/der am ... in ..., verstorbenen Herrn/Frau.

 

Durch das privatschriftliche Testament wurde der/die Erblasser/In beerbt von

Seiner Ehefrau (Name) zu 1⁄2 Erbteil,

Seinen beiden Töchtern (Name) zu jeweils einem 1⁄4 Erbteil

 

Die Erbengemeinschaft soll zur Teilauseinandersetzung (optionell auch zur endgültigen Auseinandersetzung) geführt werden und aufgrund dessen erfolgt  diese Vereinbarung:

 

1. Nachlassbestandsverzeichnis

Die Erben stellen einvernehmlich fest, dass der Nachlass des/der oben genannten Erblassers/Erblasserin zum heutigen Tag (Datum) folgendermaßen gegliedert ist:

1. Guthaben und Grundbesitz

2. Barvermögen und Bankguthaben ....... Euro

3. PKW (Marke, KFZ-Brief, der Verkehrswert ist einvernehmlich auf ... Euro festgelegt.

 

Abzüglich allen Forderungen

      • Verbindlichkeiten, Verpflichtungen des Erblassers
      • Kosten der Beisetzung, Grabmal, Trauerfeier, Grabpflege ... €
      • Kosten der Nachlass-Abwicklung
      • Vermächtnis zugunsten (Name) in Höhe von ... €

 

ergibt sich ein Netto - Gesamtvermögen von .... Euro

 

2. Auseinandersetzungsvereinbarung

(Hier haben Sie die Möglichkeit alles frei zu vereinbaren)

Beispiel:

Die Parteien werden einvernehmlich die Erbengemeinschaft am Einfamilienhaus (genaue Beschreibung) weiter führen. Die Verwaltung und Bezahlung der laufenden Unterhaltungskosten für das Wohnhaus obliegt z.B. der Witwe/dem Witwer des/der Verstorbenen.

Alle weiteren Werte, außer dem benannten Einfamilienhaus werden auf die Mitglieder und deren Anteile am Nachlassvermögen aufgeteilt.

Aufgrund dieser  Auseinandersetzungsvereinbarung erhalten die Erbparteien folgende Summen/Gegenstände aus dem Nachlass:

 

  • Detaillierte Auflistung der jeweiligen Übertragungen
  • (Namen) bekommt aus der Auflösung (Wertbeschreibung oder Gegenstand)
  • (Name) erhält unter Anrechnung von .... € auf den Erbanteil das Auto (genaue Beschreibung) als alleiniges Eigentum.
  •  (Name) übernimmt das Aktienpaket (genaue Beschreibungen) zum aktuellen Wert von ... €.
  • Die Erbengemeinschaft ist sich darüber einig, dass der Hausstand der Witwe/dem Witwer des/der Verstorbenen als allein verfügbares Eigentum überlassen wird. Die Anrechnung auf ihr/sein Erbteil ist nicht vereinbart.
  • Die Erbengemeinschaft ist sich weiterhin einig darüber, dass er/sie bis zum Ableben den alleinigen Nutznieß an dem Wohnhaus hat.

 

Diese Bestimmungen stimmen überein mit den Wünschen des Erblassers.

 

3. Übergabe- und Verrechnungsdatum

Vereinbaren Sie einen Zeitpunkt

 

4. Verzicht

Die Parteien einigen sich hiermit darauf, dass alle weiteren Ansprüche der Beteiligten bezüglich des Nachlasses mit der Erfüllung dieser Vereinbarung ausgeglichen werden. Die Vertragsschließenden verzichten auf weitere Forderungen aus dem Nachlass. Diese wechselbezügliche Verzichtserklärung wird von allen Parteien angenommen.

 

Ort, Datum und sämtliche Unterschriften



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