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55plus - wohnen mit Mehrwert

Das Alter selbst hält verschiedene Wohnformen bereit, wobei man nicht sofort an ein Alten- oder gar Pflegeheim denken muss. Vielmehr wird von den Menschen der Generation 50+ heutzutage ein betreutes Wohnen bevorzugt. Dies bietet eine gewisse Eigenständigkeit verbunden mit einer individuellen Pflege. Weitere Neuerungen bieten die „Neuen Wohnformen“, die vielfach noch unbekannt sind. Denke man in diesem Zusammenhang an die äußerst beliebten Rentner-Wohngemeinschaften. Heute wird das Leben im Alter fast nur noch durch die Lebensphasen der „Jungen Alten“ und der „Hochaltrigen“ unterschieden und das erfordert Fantasie auch im Wohnmodell. Der Grund liegt darin, dass die Lebenserwartung in den letzten Jahren drastisch gestiegen ist. Die Menschen bleiben dank einer verbesserten medizinischen Versorgung und weiterer Fakten bis ins hohe Alter aktiv und gesund. Dies gilt heute für die 70- wie für die 80-Jährigen.

Partner- oder Einpersonenhaushalte

Innerhalb der Struktur der Altenhaushalte unterscheiden sich heute der Partnerhaushalt und der Ein-Personen-Haushalt. Eine Vielzahl der Älteren versucht noch immer, gemeinsam mit seinem Partner zusammenzuleben. Der Anteil der allein stehenden Männer oder Frauen steht und fällt mit zunehmendem Alter. Daher eignen sich insbesondere die neuen Wohnformen, wenn ein Partner nach dem Tod des anderen alleine zurückbleibt. Nur wenige finden sich in einem Altenheim oder bei ihren Kindern wieder. Wer nicht mehr mit seinem Partner in der eigenen Wohnung leben kann, weil man auf Pflege angewiesen ist, der sucht nach Wohnideen, die ein attraktives Leben möglich machen. Man sucht nach einer Kombination aus aktivem Leben, aus Anregung, Geselligkeit und natürlich Sicherheit. Dafür eignen sich insbesondere gemeinschaftliche Wohnprojekte.

Das betreute Wohnung eignet sich hingegen erst für Ältere, bei denen die gesundheitlichen Risiken zunehmen oder wenn das Alleinsein Probleme bereitet. In allen anderen Fällen eignet sich das gemeinschaftliche Wohnen, als eine Alternative zum Heim. Diese geförderten Wohnungen werden insbesondere für die Zielgruppe der 60-Jährigen angeboten. Die Wohnform „junge Alte“ eignet sich für all diejenigen, die zwar ihr tägliches Leben noch weitgehend selbständig bewältigen können, aber dennoch kleinere Probleme bei den vielen Alltagshandlungen haben. Hinzu kommt die barrierefreie Gestaltung der Wohnungen, so dass auch bei einer starken Gehbehinderung oder bei Rollstuhlbenutzung ein Alltag außerhalb eines Heims möglich ist. Daher werden immer mehr traditionelle Altenwohnungen in betreute Wohnanlageformen umgewandelt und mit zusätzlichen Dienstleistungsangeboten wie Computerkursen oder Spielen versehen.

Insbesondere das betreute Wohnen stellt eine heimähnliche Versorgungssicherheit dar, dennoch bleibt die Selbständigkeit unter den Älteren gewahrt. Sicherheit in Kombination mit Selbständigkeit, das ist eine Mischung, die für ältere Menschen äußerst attraktiv ist. Die Bewohner genießen eine umfassende Betreuung, eine Rund-um-die-Uhr-Sicherheit, ein Service der Extraklasse für doch relativ wenig Geld. Jeder braucht für sich nur diejenigen Leistungen in Anspruch zu nehmen, die er auch wirklich benötigt. Da sich auf dem Markt ein breites Spektrum unterschiedlichster Angebote befindet, sollte entsprechend nach einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis Umschau gehalten werden. Gemeinschaftliche Wohnformen eignen sich zudem für psychisch Kranke oder Menschen mit Behinderungen. Für diese Zielgruppe kann das Alleinwohnen problematisch werden. Aber auch für Menschen mit Demenz, die ihren Haushalt nicht mehr selbständig führen können. Und natürlich für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, die auf gegenseitige Unterstützung angewiesen sind.

Angelika Schmid am 15.08.2011


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